Projekte

Müll und Recycling-Projekt in den Untergruppen

Mit eigenen Forscherfragen und einem Müllcheck in der Schule, sind unsere Untergruppen der Jahrgangsstufen 1-3 in das Projekt „Müll und Recycling" gestartet.
Schnell wurden von der selbst ernannten Müllpolizei Fehler in der Mülltrennung, fehlende Mülleimer und kleine Schweinereien im Schulhaus aufgedeckt. Auch vor dem Kopierraum des Lehrerzimmers machten sie keinen Halt, denn wie konnte es sein, dass es in der ganzen Schule kein Recyclingpapier gab? Mit größtem Nachdruck verlangten die Schülerinnen und Schüler die Einführung von Recyclingpapier bei der Schulleitung und rannten damit offene Türen ein!

Parallel wurden zu Hause Mülltagebücher geführt, mit deren Hilfe das Müllaufkommen jeder Familie auf einen Blick unter die Lupe genommen werden konnte. Teilweise herrschte große Empörung über die Müllmenge in der eigenen Familie – die Eltern waren also auch gefragt und gefordert.

Hautnah und mit allen Sinnen konnten die Schülerinnen und Schüler bei einem Ausflug zur Abfallverwertungsanlage und dem angrenzenden Abfallpfad erleben, wie wichtig Müllvermeidung und Mülltrennung sind. Besonders der Abfall-Friedhof hatte es den Kindern angetan. Hier durfte Müll ausgegraben werden, der bereits vor 20 Jahren vergraben wurde. Manche Dinge waren teilweise verrottet, andere verrotten nie!

„Viele kleine Menschen, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Welt verändern" - und dessen sind sich unsere Kleinsten an der Schule sehr bewusst. Jeder und jede auf der Welt kann etwas tun und die Kinder zweifeln kaum daran, dass es gemeinsam nicht klappen könnte. Ihre große Sorge gilt dennoch den Meeren: „Wir wollen kein Plastik mehr im Plastikmeer! Dann müssen wir eben später mal eine wirklich riesige Müllmaschine erfinden, die vorne Plastik frisst und hinten sauberes Wasser rausschießt!"
Was könnte da in Zukunft noch schiefgehen?!

Technik und Digitalisierung verstehen

„Um die Digitalisierung und deren Auswirkungen zu verstehen, muss man die dahinter liegenden Technologien und Arbeitsweisen begreifen. Eine Digitalisierung der Unterrichtsmaterialien reicht nicht aus, um einen mündigen und reflektierten Umgang mit der Digitalisierung des eigenen Lebensraums zu gewährleisten.


letsgoING ist ein Bildungskonzept, bei dem Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte den Einstieg in die digitale Welt meistern und ein neues technisches Selbstverständnis entwickeln. Am Beispiel der Schlüsseltechnologie Mikrocontroller wird ein Verständnis für die grundlegenden Funktionsweisen der Digitalisierung geschaffen. Mit klassischen und digitalen Unterrichtsmaterialien lernen die Beteiligten, wie Algorithmen funktionieren, wie Daten aufgenommen und verarbeitet werden und wie man Systeme analysiert und deren Fehler findet.“

Seit diesem Jahr nehmen wir mit Jahrgang 9 teil und bauen und programmieren eigene kleine Fahrzeuge.

Eine Kooperation mit der Hochschule Reutlingen.

Bau eines Verkaufswagens in den Obergruppen

Wie schafft man es in der kurzen Zeit der Pause Geld durch Kuchenverkauf zu verdienen?
Meist braucht der Auf- und Abbau ja länger als der Verkauf.
So entstand in den altersgemischten Obergruppen der 7. bis 9. Jahrgangsstufe die Idee einen eigenen Verkaufswagen zu bauen. Allein das Material kostet ja auch Geld! Zum Glück fand sich der Wettbewerb Mach was der Würth Akademie. Neben der Anschubfinanzierung wurde so auch die Kooperation mit einer Schreinerei vor Ort unterstützt. Somit konnte es in unserem Wahlfach Praxis Leben losgehen. Kleine Modelle waren schnell gebaut. Die Arbeitsteilung untereinander zu organisieren schien da schon schwieriger. Viele Einzelschritte wollten bedacht sein. Der Wagen sollte ja auf dem Pausenhof fahren aber auch in der Küche und in den Aufzug passen. Da kam es schon mal vor, dass der Meterstab beim Ausmessen in den Aufzugschacht fiel und der Hausmeister gleich noch eine spannende Technikvorführung anschloss.
Ist es nicht viel leichter die Kalkulation zusammenzustellen als die schweren Platten zuzuschneiden? Beim Zuschnitt in der Schreinerei konnten einzelne erfahren, dass auch im Betrieb die Arbeit aufgeteilt wird und verschiedene Berufsausbildungen hier durchaus weiterhelfen.
In der Zusammenarbeit wurde erfahrbar, dass die rechtzeitige Bestellung von Kleinteilen genauso wichtig ist, wie das exakte Bohren der Holzverbindungen. Durch Ausprobieren entdeckte mancher ganz neue Begeisterung, etwa beim Rundfräsen der meterlangen Kanten. Andere konnten sich vorsichtiger einbringen und bewahrten durch ihre Schablone das ganze Projekt vor einschneidenden Fehlern. Als die Oberflächenbehandlung allmählich das Ende des Projekts zeigte, kamen auch außerhalb des Unterrichts Freiwillige um den letzten Schliff noch vorzunehmen.
Am Ende hatten alle erfahren, dass man gemeinsam einiges erreichen kann. Die Anstrengung hatte sich gelohnt. Sogar schon aus dem Zuschuss wurde ein kleiner Gewinn erwirtschaftet und zur Einweihung in Eis umgesetzt.
Ach ja, es kam sogar die Idee, auf Bestellung noch weitere Verkaufswägen zu produzieren...

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