Projekte

Schulbauernhof

Eine besondere Woche dürfen unsere Schüler/innnen der Mittelgruppen (Jahrgangsstufe 4-6) bei ihrem Aufenthalt auf dem Schulbauernhof „Zukunftsfelder" bei Korntal-Münchingen genießen.
Weg von der Schule erleben sie hier einen ganz anderen Alltag und lernen sehr viel über Landwirtschaft, Tierhaltung und Nahrungserzeugung. Und das alles ganz praktisch und mit viel Mitarbeit, weil es auf einem Bauernhof immer etwas zu tun gibt.
Durch die Mitarbeiter des Schulbauernhofes werden die Schüler/innen in die verschiedenen Aufgabenbereiche eingeführt und übernehmen eigenverantwortlich die ihnen übertragenen Aufgaben. Die Gruppen wechseln täglich den Aufgabenbereich, so dass jeder Schüler alle Bereiche kennenlernt:
Bei der Stallarbeit mussten die Kühe, Schweine, Ziegen und Schafe gefüttert werden, der Stall musste ausgemistet und neu eingestreut werden und das Schönste war dann. wenn Zeit blieb, die kleinen Ziegen auf den Arm zu nehmen und zu streicheln oder nach dem Putzen sich auf den Rücken der wuchtigen Kühe zu setzen.
Dreimal an jedem Tag musste das Essen für die ganze Gruppe gekocht, der Tisch gedeckt und abgeräumt werden und natürlich auch abgespült werden. Eine wahrhaftige Herausforderung, aber das Essen schmeckte einfach immer so lecker, dass sich der Aufwand und die Mühe in jedem Fall gelohnt hatten.
Die „Milchgruppe" war für das Melken und Verarbeiten der Milch zuständig. Dabei musste sehr auf Sauberkeit geachtet werden und es gab täglich frische Butter und leckeren Frischkäse.
Die sogenannte Frischluftgruppe arbeitete meist draußen im Freien auf den Feldern, die für den Gemüseanbau hergerichtet werden mussten. Das gute Wetter ließ es sogar zu, dass die ersten Samen ausgesät werden konnten.
Ein Highlight jeden Tag, dem die Schüler entgegenfieberten, war das Traktorfahren mit Anhänger, das machte einfach immer Spaß. Genauso wie die anderen gemeinsamen Unternehmungen während dieser Woche, die für viele Schüler/innen viel zu schnell vorbei ging und ganz oft mit der Frage endete: „Wann gehen wir das nächste Mal auf den Bauernhof?"

Müll und Recycling-Projekt in den Untergruppen

Mit eigenen Forscherfragen und einem Müllcheck in der Schule, sind unsere Untergruppen der Jahrgangsstufen 1-3 in das Projekt „Müll und Recycling" gestartet.
Schnell wurden von der selbst ernannten Müllpolizei Fehler in der Mülltrennung, fehlende Mülleimer und kleine Schweinereien im Schulhaus aufgedeckt. Auch vor dem Kopierraum des Lehrerzimmers machten sie keinen Halt, denn wie konnte es sein, dass es in der ganzen Schule kein Recyclingpapier gab? Mit größtem Nachdruck verlangten die Schülerinnen und Schüler die Einführung von Recyclingpapier bei der Schulleitung und rannten damit offene Türen ein!

Parallel wurden zu Hause Mülltagebücher geführt, mit deren Hilfe das Müllaufkommen jeder Familie auf einen Blick unter die Lupe genommen werden konnte. Teilweise herrschte große Empörung über die Müllmenge in der eigenen Familie – die Eltern waren also auch gefragt und gefordert.

Hautnah und mit allen Sinnen konnten die Schülerinnen und Schüler bei einem Ausflug zur Abfallverwertungsanlage und dem angrenzenden Abfallpfad erleben, wie wichtig Müllvermeidung und Mülltrennung sind. Besonders der Abfall-Friedhof hatte es den Kindern angetan. Hier durfte Müll ausgegraben werden, der bereits vor 20 Jahren vergraben wurde. Manche Dinge waren teilweise verrottet, andere verrotten nie!

„Viele kleine Menschen, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Welt verändern" - und dessen sind sich unsere Kleinsten an der Schule sehr bewusst. Jeder und jede auf der Welt kann etwas tun und die Kinder zweifeln kaum daran, dass es gemeinsam nicht klappen könnte. Ihre große Sorge gilt dennoch den Meeren: „Wir wollen kein Plastik mehr im Plastikmeer! Dann müssen wir eben später mal eine wirklich riesige Müllmaschine erfinden, die vorne Plastik frisst und hinten sauberes Wasser rausschießt!"
Was könnte da in Zukunft noch schiefgehen?!

Technik und Digitalisierung verstehen

„Um die Digitalisierung und deren Auswirkungen zu verstehen, muss man die dahinter liegenden Technologien und Arbeitsweisen begreifen. Eine Digitalisierung der Unterrichtsmaterialien reicht nicht aus, um einen mündigen und reflektierten Umgang mit der Digitalisierung des eigenen Lebensraums zu gewährleisten.


letsgoING ist ein Bildungskonzept, bei dem Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte den Einstieg in die digitale Welt meistern und ein neues technisches Selbstverständnis entwickeln. Am Beispiel der Schlüsseltechnologie Mikrocontroller wird ein Verständnis für die grundlegenden Funktionsweisen der Digitalisierung geschaffen. Mit klassischen und digitalen Unterrichtsmaterialien lernen die Beteiligten, wie Algorithmen funktionieren, wie Daten aufgenommen und verarbeitet werden und wie man Systeme analysiert und deren Fehler findet.“

Seit diesem Jahr nehmen wir mit Jahrgang 9 teil und bauen und programmieren eigene kleine Fahrzeuge.

Eine Kooperation mit der Hochschule Reutlingen.

Bau eines Verkaufswagens in den Obergruppen

Wie schafft man es in der kurzen Zeit der Pause Geld durch Kuchenverkauf zu verdienen?
Meist braucht der Auf- und Abbau ja länger als der Verkauf.
So entstand in den altersgemischten Obergruppen der 7. bis 9. Jahrgangsstufe die Idee einen eigenen Verkaufswagen zu bauen. Allein das Material kostet ja auch Geld! Zum Glück fand sich der Wettbewerb Mach was der Würth Akademie. Neben der Anschubfinanzierung wurde so auch die Kooperation mit einer Schreinerei vor Ort unterstützt. Somit konnte es in unserem Wahlfach Praxis Leben losgehen. Kleine Modelle waren schnell gebaut. Die Arbeitsteilung untereinander zu organisieren schien da schon schwieriger. Viele Einzelschritte wollten bedacht sein. Der Wagen sollte ja auf dem Pausenhof fahren aber auch in der Küche und in den Aufzug passen. Da kam es schon mal vor, dass der Meterstab beim Ausmessen in den Aufzugschacht fiel und der Hausmeister gleich noch eine spannende Technikvorführung anschloss.
Ist es nicht viel leichter die Kalkulation zusammenzustellen als die schweren Platten zuzuschneiden? Beim Zuschnitt in der Schreinerei konnten einzelne erfahren, dass auch im Betrieb die Arbeit aufgeteilt wird und verschiedene Berufsausbildungen hier durchaus weiterhelfen.
In der Zusammenarbeit wurde erfahrbar, dass die rechtzeitige Bestellung von Kleinteilen genauso wichtig ist, wie das exakte Bohren der Holzverbindungen. Durch Ausprobieren entdeckte mancher ganz neue Begeisterung, etwa beim Rundfräsen der meterlangen Kanten. Andere konnten sich vorsichtiger einbringen und bewahrten durch ihre Schablone das ganze Projekt vor einschneidenden Fehlern. Als die Oberflächenbehandlung allmählich das Ende des Projekts zeigte, kamen auch außerhalb des Unterrichts Freiwillige um den letzten Schliff noch vorzunehmen.
Am Ende hatten alle erfahren, dass man gemeinsam einiges erreichen kann. Die Anstrengung hatte sich gelohnt. Sogar schon aus dem Zuschuss wurde ein kleiner Gewinn erwirtschaftet und zur Einweihung in Eis umgesetzt.
Ach ja, es kam sogar die Idee, auf Bestellung noch weitere Verkaufswägen zu produzieren...

Abschlussfahrt


Fahrt in die Toskana der Abschlusslerngruppe Gold vom 21. bis 25. Oktober 2019

Für eine Woche nach Italien fahren? Lohnt sich das überhaupt?
Und ob!
Die lange Anfahrt ist kein Problem: Busfahren ist schon das erste Gemeinschaftserlebnis für die Gruppe: Musik hören, Filme schauen, Spiele spielen, reden ...Draußen zieht die abwechslungsreiche Berg- und Seenlandschaft der Schweiz und Norditaliens vorbei.
Nach knapp 10 Stunden Fahrt sind wir aber doch froh, als sich entlang der Straße die Lager mit den großen Marmorblöcken häufen: unser Ziel „Marina di Massa" liegt nämlich ziemlich genau unterhalb der Carrara-Steinbrüche.
Wir beziehen unsere Bungalows auf dem Campingplatz, sind auf das dreigängige Abendmenü gespannt und gehen noch am ersten Abend zum Meer – das Wasser ist im Oktober noch warm genug, wir werden in den kommenden Tagen auch baden können.
Am Dienstag gehen wir im Hafen von La Spezia an Bord und bewundern die Landschaft der „Cinque Terre" vom Meer aus. In Monterosso haben wir drei Stunden Aufenthalt, dann geht's mit dem Schiff wieder zurück. Die Einfahrt in den Hafen von La Spezia verzögert sich: wir müssen warten, bis eine Militärübung beendet ist. Einige Schüler freuen sich sehr, als sie endlich wieder festen Boden unter den Füßen haben.
Mittwoch steht Florenz auf dem Programm: zwei Stunden lang wandern wir mit unserer Stadtführerin zu Fuß von Bauwerk zu Kirche zu Palazzi zu Dom – manche Schüler*innen interessieren sich allerdings eher für die teuren Auslagen in den Schaufenstern der Luxusläden als für die Architektur und die Kunst ... Erschreckend ist die Masse der Touristen; wir müssen aufpassen, dass wir zusammen bleiben weil dauernd eine andere Gruppe unseren Weg kreuzt. Wir sind wieder früh genug zurück, um noch im Meer zu baden und den Abend am Strand ausklingen zu lassen.
Am Donnerstag haben wir Regenwetter. Trotzdem macht sich ein Teil der Gruppe nach Pisa auf, um sich mit eigenen Augen zu überzeugen, dass der Turm dort tatsächlich schief ist.
Die anderen bleiben in ihren Bungalows, vertreiben sich die Zeit mit Spielen, Musikhören, Chillen.
An unserem letzten Abend wollen die Schüler*innen selber kochen. Manche Bungalows kochen für sich, andere Bungalows tun sich zusammen und planen ein gemeinsames Menü.
Einkaufen und Vorbereiten füllt den Nachmittag, am Abend wird geschlemmt.
Freitagmorgen heißt es aufräumen, putzen und packen, wir sagen Ciao bella Italia!

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